Veröffentlicht in der Literarion Lyrik Bibliothek

Freisam

09.02.05

Ein Flügelvieh steigt weit empor,
bis an des Himmels heilges Tor.
Es bleibt dort stehn und denkt gar fein
"Ich lass mich niemals selbst herein."

So steht es da und sucht den Glauben,
der ihr entgegensteht zu rauben.
Doch ist der Krieg schon längst vorbei
und Liebe, Hass, ja Gut und Bös entzwei.

Das Mädchen fällt und weint garzu
Es gibt dem Himmel keine Ruh
Der Flügel fehlt, der andre auch
und Engels Schwert steckt ihr im Bauch.

Der Mond er weint.
Er ist ganz einsam.
Sie wollt nur frei und nicht gemeinsam
in Schlachten ziehn, wie es doch scheint.
Das Mädchen weint.
Es ist ganz einsam.
Doch Kains Gedanke, hält sie freisam.

 

Milan Pawlowski

 


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