Lass dich fallen

Alles so neblig um mich herum
sehe nach hier blicke nach dort.
Blicke an jedem verzwicktesten Ort
nur dumm herum, nur dumm herum.

Reden, ja Reden das ist der Trick.
Suche mir aus, dieses hohe Geschick.
Kann es nicht tun, bin viel zu müd.
Beruhige mit Ruhe mein krankes Gemüht.

Sprech aber doch, will doch nicht frei sein,
will doch nicht einsam, allein und gemein sein.
Habe doch Flügel, lasse mich fallen
und bin auf einmal der frohste von allen.

Brauche nicht halten, brauche nicht bangen.
Wer zieht, der zieht für immer von dannen.
Nur keine Angst, fall noch ein Stück,
hast doch die Flügel, die holn dich zurück.

Mut ist bei dem, dessen Flügel erwacht.
Mut ist bei dem, der liebt in der Nacht.
Falle nur, falle! Liebe nur, liebe!
Und schließlich, ja schließlich: siege.

Milan Pawlowski

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