Lyrik
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Ich steh an einer Kreuzungsecke

10.01.09

Ich steh an einer Kreuzungsecke.
Einen Laternenpfahl – fest umklammert mit der Hand
und kümmre mich nicht ums Verrecken
um die eine Welt um mich, die außer Rand und Band.

Die Augen hab ich fest verschlossen,
sehe weder Stadt noch Fluss.
Nur meine Nase und die Ohren sind noch offen.
Das was ich rieche, was ich höre bringt Verdruss.

All die Sinne von denen ich bis jetzt noch weiß,
bescheren mir ein Bild von Zukunft in mein Herz.
Es beginnt mit einem Klos in meinem Hals
und meine Brust beginnt zu beben, bis es schmerzt.

Dann erst folgen die Gedanken, Assoziation.
Der Geist beginnt den Wahnsinn zu verstehn.
Da wir, in unsrer kollektiven Halluzination,
ja auchso schließlich ernten, was wir sähn.

Milan Pawlowski

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