Ein Haufen Steine auf den Schultern

am 1-06-2008 in Gedichte, Schriften

Ich hab ein neues Flüglein kenn gelernt.
Ja nun sind wir schon 5.
Ein Dank, ein Gruß, ein gute Nacht.
Und auch an sie,
die mir gesagt, dass nur ein kleines wenig dieses Kriegs,
ja fast, dass mans kaum sehen kann,
es wert war, um zu siegen.

Und lächelnd geh ich Heim.
Zähle die Tränen, die wie Steine auf meinem Rücken liegen.
Und strahle den Himmel an
ohne Sonne
ohne Schmerz.
Nur die Traurigkeit der Welt trägt mich.
Und meine Liebe schlug mit schweren Steinen meine Flügel.
Nun lieg ich da und blute.
Mit einem großen Berg auf meinen Schultern.
Doch seh ich noch die Welt um mich
obwohl mein Blick von Fels versperrt.
Ich hab mich eingegraben.
Hab eine tiefe Kule in den Stein geschlagen
und obenauf mein Leib mit Fels bedeckt.
Und dennoch ist es endlich an der Zeit.
Den Schritt nach vorn,
den Flügelschlag,
den Akt zu tun,
der mich rein fliegen lässt hier über diese Szenerie.
Und trotz die Erde mich noch immer fest umgibt
über sie fort zu schweben
und Stein für Stein
ja sacht und lahm
und schließlich mit geballter Kraft den Rest samt einem Streich hinfort zu schlagen
und ohne Müh und Not
so stolz zu stehn
wie längst im Herzen Stolze lebt.

“Du musst fliegen lernen, dann ist alles gut.”

Dank euch ihr gnadenvollen Träger ohne Farbe.
Danke auch jenen, die sie gleichso tragen.
Mitleid zu jener ganzen Menschenheit,
die ich so lieb und deshalb traurig hass.
Es tut mir leid, ganz väterlich, ganz brüderlich.
Und doch.. ist es mir gleich…

1 Kommentar

  1. Das is sehr schön! Ich glaube das ich niemals so schreiben könnte wie du es kannst. Du hast wirklich Talent!!!!!!!!!! Hoffe wir sehen uns bald noch einmal.

    Bis dahin! Machs gut