Neunter November Zweitausendneun. Die fixen Ideen werden viel weniger, das Leben nimmt einen in seinen Bann. Die Trauer und Trance verschenkt sich und opfert sich auf, an das vollkommene Dasein. Leben in Liebe. Denken mit Sinn und achtsamer Aufmerksamkeit.
Erwachsen werden ist es wohl, wenn man um kurz nach 23 Uhr in Anzughose und Kapuzenpulli auf seine Freundin an der Haltestelle wartet. Die Hände in den Hosentaschen. Jugendliche beobachtend. Und trotz keiner Mine im Gesicht, die Nacht genießen. Vielleicht ein weises, altkluges Lächeln. Im richtigen Moment aber, ein Strahlen in den Augen beim Einatmen der frischen kalten Luft.
Der Fluch, der mich erfasst
scheint alle Jahre wiederkehrend.
Tief im Herzen werd ich fest gehalten
und gedrängt die Arbeit zu verrichten
bis endlich alles fertig ist.
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Ich befürchte ich habe nie gelernt zu leben
Das Dasein in der reinsten Form zu lieben
und im Einfachsten
so hin zu nehmen
wie es ist.
So hab ich diese Webseite gebaut,
sie zwischendrin herein geschoben,
obwohl doch tausend Sachen noch zu tun.
Hier und da hab ich gebastelt
und immer, wirklich jederzeit
an Aufbau und Struktur gedacht.
Dafür hab ich mich selbst gehasst.
Meine Lebenszeit mit etwas zu verschwenden,
das weder angebracht noch sinnvoll ist.
Nur für den kleinen Spaß Ergebnisse zu sehn.
Ein selbst geschaffnes Werk
in Windeseile zu betrachten.
Wo ist die Ruhe selbst?
Wie mich die Traurigkeit erfasst,
wenn ich von Mauer’s Zinnen runter blicke
im Tal von Manderscheid
hoch oben auf der alten Burg
Mein Arm lehnt schlaff an einer Mauer
Mein Körper neigt sich vor
Der Blick fährt über alte Häuser
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Kunst ist ein Nachdenken über all die klugen Dinge
Das greifen nach dem Esoterikbuch
In dem die Welt erklärt steht
Das Denken an die großen Philosophen
Der Rat sie eines Tages auch zu lesen
Und sich dann doch
Aufs eigene Gespür verlassen
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01. 12. 2009
von Milan Pawlowski
Die Weite des Himmels. Und nur ein Schild ragt in ihn rein.
Ein Schild bedeutet eine helle Plane, aufgespannt.
Von nur zwei Stäben fest gehalten und gestreckt.
Fest geschnürt und fest gekurbelt.
Würde man sie strenger ziehen, drohte sie zu reißen.
Bücher sind schon etwas wunderbares. Man legt die Füße obenauf und glaubt die Klugheit flöße einem die Beine hinauf bis ins Gehirn. Es hat noch etwas greifbares in der Schrift und Sprache. Nicht alles ist eine Notiz, zwischen der Arbeit, in einen Blog gekritzelt.
Erstmal speichern, als Entwurf. Solang wir über Bücher schreiben ist noch alles gut.
Oder doch wieder nur Nostalgie? Was solls. Schließlich mögen wir auch Polaroid Effekte.
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Mai 28, 2010 in 
