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	<title>Milan Pawlowski &#187; Schriften</title>
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	<description>Lyrik &#38; Filmprojekte</description>
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		<title>Eine Plane in der Luft gespannt</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 14:36:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Milan Pawlowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Weite des Himmels. Und nur ein Schild ragt in ihn rein.
Ein Schild bedeutet eine helle Plane, aufgespannt.
Von nur zwei Stäben fest gehalten und gestreckt.
Fest geschnürt und fest gekurbelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Weite des Himmels. Und nur ein Schild ragt in ihn rein.<br />
Ein Schild bedeutet eine helle Plane, aufgespannt.<br />
Von nur zwei Stäben fest gehalten und gestreckt.<br />
Fest geschnürt und fest gekurbelt.<br />
Würde man sie strenger ziehen, drohte sie zu reißen.</p>
<p><span id="more-130"></span></p>
<p>Ich muss an eine Streckbank denken, die mit unendlicher Geduld das Opfer malträtiert.<br />
Mit jedem Zuge überzeugt und wissend, dass sie ihre Antwort schon nach einer Zeit erlangen werde.<br />
So hängt das Schild, die Plane, hoch im Himmel. Kein noch so starker Wind mag sie zum flattern bringen.<br />
Er ist zu schwach um sie mitsamt dem metallenen Gerüst zu Fall zu bringen.</p>
<p>Stellt solche Bank nicht immer eine Frage?<br />
Will sie nicht ein Geständnis oder tief verborgenes Geheimnis hören?<br />
Was könnte das Gerüst von seinem Schild erfragen?<br />
Was will es so verzweifelt wissen, dass es dem Ding aus festem Plastik solche Qual bereiten muss?<br />
Man sollte meinen, jener Zweck für den das Schild dort aufgestellt war, müsst die Antwort sein. Man sollte denken, was in großen Lettern, werbend auf zu hellem Grund prangt, sei die ganze Aussage, die diese Plane in die Welt schreien kann.</p>
<p>Aber warum, wenn jene Werbeschrift nun alles ist, was wir auf einem Schild verstehen sollen. Warum liegt sie dann auf der Streckbank, wird verzerrt und ausgequetscht.<br />
Bis zum letzten Tropfen Farbe. Von Wind und Wetter arg zerschunden.</p>
<p>Ich weiß es nicht.<br />
Und was auf ihr geschrieben steht, kann ich von hier nicht lesen.<br />
Sicher aber ist, in allen Fällen, die ich kenne, dass sie mit eisern Willen hängen bleibt, kein Wort mehr spricht als auf ihr steht und ihrer Folter niemals nachgibt, bis sie dann doch vom Wind zerreißt oder einfach ausgeblichen und vergilbt herab genommen wird.<br />
Platz macht für das nächste Opfer und das nächste aktuelle Schild.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Unsichtbar</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 15:28:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Milan Pawlowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Schriften]]></category>

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		<description><![CDATA[Was sieht ein unsichtbares Sehorgan? Ich habe so lange darüber nachgedacht, dass ich die gesamte Unsichtbarkeit der Welt zerstört habe. Es ist alles so unwahrscheinlich sichtbar geworden. Jedes kleinste Härchen, jede Faser meines Körpers. Jede Maserung und jeder Kratzer in der Holzplatte meines Schreibtischs. Jeder Kiesel am Boden der Straße vor meiner Tür. Eine Tasse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was sieht ein unsichtbares Sehorgan?<br />
Ich habe so lange darüber nachgedacht, dass ich die gesamte Unsichtbarkeit der Welt zerstört habe.<br />
Es ist alles so unwahrscheinlich sichtbar geworden. Jedes kleinste Härchen, jede Faser meines Körpers. Jede Maserung und jeder Kratzer in der Holzplatte meines Schreibtischs. Jeder Kiesel am Boden der Straße vor meiner Tür. Eine Tasse Kaffee.<br />
Als ob man zu viel davon getrunken hätte, ist jede kleinste Berührung, jedes Anstoßen, Umdrehen, Hinsetzen…<br />
Unbehagen, nervtötend, Reizüberflutung.</p>
<p><span id="more-63"></span></p>
<p>Ist es das was ein Unsichtbarer zu sehen vermag? Ist es das was wir nicht wahrnehmen in unserem tumben alkoholverdröhnten<br />
Bewusstsein? Vielleicht sieht er mehr als jeder einzelne von uns. Ist ein Mensch blind, verstärken sich seine restlichen Sinne. Das Hören, das Riechen, Schmecken, Fühlen.<br />
Das Dichten.<br />
Die Luft zu fühlen auf der Haut und vom Wind zu wissen woher das nächste Hindernis kommt. Aus einer Ahnung, aus einem.. Bewusstsein.<br />
Wenn er doch nicht gesehen werden kann.<br />
Wenn ihm der Sinn fehlt für<br />
Selbstdarstellung.<br />
Dann,<br />
kann er vielleicht<br />
doppelt so gut sehen?</p>
<p class="fliesstext">Wenn ich es ahne,<br />
es erahne..<br />
Bin ich dann nicht vielleicht schon der Unsichtbare?<br />
Bin ich unsichtbar?<br />
Verliere ich meine Substanz? Meine Sichtbarkeit? Meine Existenz? Nein. Das glaubt ihr nur! Ihr auf den Straßen mit euren Schuhen an den Füßen. Mit den schicken Klamotten oder den zerfledderten<br />
Hosen.<br />
Niemand sieht mich, ja niemand nimmt mich mehr wahr, denn ich sehe viel mehr als alle andern! Ich bin es der sichtbar ist! Ich allein!<br />
Und dadurch..<br />
Dadurch eben nicht.<br />
Nicht-Sichtbar.</p>
<p class="fliesstext">Schon habe ich die Unsichtbarkeit zerstört. Ich habe mich selbst zum Unsichtbaren gemacht. Mich selbst verschwinden lassen, um zu sehen.<br />
Zu sehen, was passiert.<br />
Was wäre, fiele ich mitten auf der Einkaufsstraße                     um.<br />
Schläge mir den Kopf auf. Bliebe liegen. Wäre dies nicht ein wundervoller Selbstversuch?<br />
Ein Beweis für.. meine Unsichtbarkeit.<br />
Ein Beweis für.. die Sichtbarkeit der anderen Menschen.<br />
Ein Beweis für.. die Unsichtbarkeit ihrer Augen, ihrer Pupillen.<br />
Unsichtbarkeit durch Unverständnis. Etwas, das wir nicht sehen, verstehen wir nicht. Etwas, das wir nicht verstehen, sehen wir nicht..<br />
Unsichtbarkeit<br />
der Seele.<br />
Denn das Gespür ist tot. Schon, lang.</p>
<p class="fliesstext">Niemand, sieht sich.<br />
Wie können wir andere Menschen wahrnehmen,<br />
wenn wir uns doch selbst nicht erkennen. Man sagt es immer leicht.<br />
Man liebt. Man liebt nicht, liebt man sich nicht selbst.<br />
Geschwafel!<br />
Geschwafel von Goethe und Schiller!<br />
Geschwafel von Bunte-Magazin Romantik!<br />
Wer sich nicht sieht, der sieht auch sonst niemanden. Das.. ist alles.</p>
<p class="fliesstext">Milan Pawlowski</p>
<p><img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/3a62be0bcc2ce649e4a4ab640b5204" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Ein Haufen Steine auf den Schultern</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jan 2008 13:07:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Milan Pawlowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Schriften]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hab ein neues Flüglein kenn gelernt. Ja nun sind wir schon 5. Ein Dank, ein Gruß, ein gute Nacht. Und auch an sie, die mir gesagt, dass nur ein kleines wenig dieses Kriegs, ja fast, dass mans kaum sehen kann, es wert war, um zu siegen. Und lächelnd geh ich Heim. Zähle die Tränen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab ein neues Flüglein kenn gelernt.<br />
Ja nun sind wir schon 5.<br />
Ein Dank, ein Gruß, ein gute Nacht.<br />
Und auch an sie,<br />
die mir gesagt, dass nur ein kleines wenig dieses Kriegs,<br />
ja fast, dass mans kaum sehen kann,<br />
es wert war, um zu siegen.</p>
<p>Und lächelnd geh ich Heim.<br />
Zähle die Tränen, die wie Steine auf meinem Rücken liegen.<br />
Und strahle den Himmel an<br />
ohne Sonne<br />
ohne Schmerz.<br />
<span id="more-47"></span> Nur die Traurigkeit der Welt trägt mich.<br />
Und meine Liebe schlug mit schweren Steinen meine Flügel.<br />
Nun lieg ich da und blute.<br />
Mit einem großen Berg auf meinen Schultern.<br />
Doch seh ich noch die Welt um mich<br />
obwohl mein Blick von Fels versperrt.<br />
Ich hab mich eingegraben.<br />
Hab eine tiefe Kule in den Stein geschlagen<br />
und obenauf mein Leib mit Fels bedeckt.<br />
Und dennoch ist es endlich an der Zeit.<br />
Den Schritt nach vorn,<br />
den Flügelschlag,<br />
den Akt zu tun,<br />
der mich rein fliegen lässt hier über diese Szenerie.<br />
Und trotz die Erde mich noch immer fest umgibt<br />
über sie fort zu schweben<br />
und Stein für Stein<br />
ja sacht und lahm<br />
und schließlich mit geballter Kraft den Rest samt einem Streich hinfort zu schlagen<br />
und ohne Müh und Not<br />
so stolz zu stehn<br />
wie längst im Herzen Stolze lebt.</p>
<p>&#8220;Du musst fliegen lernen, dann ist alles gut.&#8221;</p>
<p>Dank euch ihr gnadenvollen Träger ohne Farbe.<br />
Danke auch jenen, die sie gleichso tragen.<br />
Mitleid zu jener ganzen Menschenheit,<br />
die ich so lieb und deshalb traurig hass.<br />
Es tut mir leid, ganz väterlich, ganz brüderlich.<br />
Und doch.. ist es mir gleich&#8230;</p>
<p><img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/082521250f08c330423391662b326e" alt="" width="1" height="1" /></p>
 <p><a href="http://www.milanpawlowski.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=47&amp;md5=a8fadf732381ebe336a8f37e4d6ccd07" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.milanpawlowski.de/blog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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